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1000 Schülerinnen und Schüler feiern Inklusions-Sportfest

Begegnung und Bewegung an 44 Stationen im Berufsbildungswerk Rummelsberg

Rummelsberg – Kerlido – schon mal gehört? Der Name ist lettisch und bedeutet so viel wie „Fang“ („ker“) und „flieg“ („lido“), was das Spiel komplett erklärt. Wie ein lustiges Hütchen mit drei Beinen sieht „Kerlido“ aus. Mit einem dünnen Holzstab wirft man es in die Luft – und sollte es damit auch wieder auffangen. Beim diesjährigen Inklusions-Sportfest im Berufsbildungswerk Rummelsberg (BBW) war „Kerlido“ erstmals dabei und damit eine der vielen Attraktionen.

Zum sechsten Mal hatte das BBW zusammen mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS) zu diesem besonderen Sportfest am Schuljahresende eingeladen. „Ein tolles Konzept“, findet Lehrerin Uli Fischer vom Sonderpädagogischen Förderzentrum in Altdorf. Denn beim Inklusions-Sportfest begegnen sich Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung, probieren sich und ihre Fertigkeiten spielerisch und ohne Druck aus. Bei schönstem Sommerwetter tummelten sich mehr als 1000 Kinder und Jugendliche aus zwölf Schulen mit ihren Lehrkräften auf dem Gelände, inklusive der BBW-Mitarbeitenden.

Sie erlebten ein Bilderbuch-Sportfest, das mit seinen 44 Stationen zum Erproben und Kräftemessen einlud. Darunter vieles, was nicht so alltäglich ist, beispielsweise „Kerlido“, das Dietmar Kleinert, ehemaliger BBW-Schulleiter und Mitinitiator der Veranstaltung, für sich entdeckte. Oder Hockey, Humankicker, Streetball, Balancieren auf Slackbars, Bogenschießen, Rhönrad, Roll-Fietz, T-Wall, Rollstuhlparcours und vieles mehr. Organisiert vom Vorbereitungsteam um Sportlehrer Uli Nüßlein, konnte jede Gruppe die unterschiedlichsten Sportarten ohne Wartezeit testen.

„Yousuf, wirf her!“ – Begleitet von den Anfeuerungsrufen des Publikums wogt das Basketballspiel hin und her. Die Klasse von Lehrerin Monika Kellner aus dem Förderzentrum für emotionale und soziale Entwicklung in Rummelsberg ist eifrig bei der Sache. Die Schülerinnen und Schüler sitzen im Rollstuhl – sie spielen „Rollstuhl-Basketball“. Anfangs etwas ungelenk, doch schnell haben sie den Dreh raus.

„Großartiges Sportfest“
Er sei stolz, zum sechsten Sportfest begrüßen zu können, hieß BBW-Leiter Matthias Wagner die Gäste auch im Namen von Herbert Holzinger, dem Bezirksvorsitzenden des BVS, willkommen. Unter ihnen Karl Schulz, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie, sowie Landrat Armin Kroder, Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel, Schwarzenbrucks Bürgermeister Bernd Ernstberger und Angelika Feisthammel, Behindertenbeauftragte des Landkreises Nürnberger Land. Sie sei überwältigt, stellte diese fest, so großartig habe sie sich das Sportereignis nicht vorgestellt. Sehr beeindruckt zeigten sich auch die anderen Gäste und dankten allen für dieses Sport- und Begegnungsfest.
Viele Schulen besuchen das Inklusions-Sportfest seit Jahren – etwa die Grundschulen Schwarzachtal und Heuchling oder das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte Nürnberg. „Ich habe schon zweimal gehalten“ – Leonie ist stolze Torfrau beim Feldhockey. Andere schießen lieber selbst aufs Tor, beispielsweise gegen einen Landesliga-Fußballtorwart wie Andreas Sponsel vom 1. SC Feucht. Gut gelaunt lässt sich dieser von den kleinen und großen Torschützen verladen und hechtet nach den Bällen.
Auch in diesem Jahr war das Inklusions-Sportfest eine Veranstaltung, bei der alle Schülerinnen und Schüler mit einem Lächeln vom Sportplatz gehen konnten. Denn bei den einzelnen Stationen kam es nicht nur auf das sportliche Geschick, sondern auch auf den Teamgeist der Mannschaften an.

Dorothée Krätzer

Nicht auf den Boden kommen - viel Balance und Geschick fordern diese unterschiedlich beschaffenen „Trittsteine“ Gemeinsam den Weg spannen - Gruppen- und Balanceübung Rollstuhl Basketball Feldhockey Kerlido - der Name ist lettisch und bedeutet so viel wie „Fang“ („ker“) und „flieg“ („lido“), was das Spiel schon völlig erklärt. Wie ein lustiges Hütchen mit drei Beinen sieht „Kerlido“ aus. Mit einem dünnen Holzstab wirft man es in die Luft - und sollte es damit natürlich auch wieder auffangen. Wie kommt man an den roten Eimer, ohne den Kreis zu betreten? Vielleicht mit einem Lasso - Station „Säureteich“ beim Inklusions-Sportfest im BBW Rummelsberg Für alle Teilnehmer gab’s T-Shirts - hier die Ehrengäste, vorne Herbert Holzinger (Bezirksvorsitzender BVS) und Angelika Feisthammerl (Behindertenbeauftragte des Landkreises Nürnberger Land), dahinter von links: Norbert Dünkel (Landtagsabgeordnerter), Karl Schulz (Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie), Hausherr, BBW-Leiter Matthias Wagner, Monika Brandmann (Behindertenbeauftragte Schwarzenbruck), Bürgermeister Bernd Ernstberger, Dietmar Kleinert (ehemaliger BBW-Schulleiter und Mitinitiator der Sportfestes), Landrat Armin Kroder sowie Organisator Uli Nüßlein (Sportlehrer) BBW-Leiter Matthias Wagner (rechts) begrüßt die Teilnehmenden des Inklusions-Sportfestes